Alles zur Versicherung: Sterbegeld
Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?
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Kurz gesagt
Für Eheleute lohnt sich eine Sterbegeldversicherung meist nur für den zweiten Todesfall. Stirbt der erste Partner, zahlt die Rentenversicherung dem anderen oft drei Monatsrenten als Vorschuss, das deckt häufig einen Teil der Beerdigung. Einen gemeinsamen Vertrag gibt es in der Regel nicht: Zwei Policen über je 7.000 Euro kosten mit 60 zusammen etwa 70 bis 78 Euro im Monat.
Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen, je 7.000 Euro Summe, Beitragszahlung bis 85, 36 Monate Wartezeit. Paarbeiträge sind selbst addiert.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Eine Person, Eintritt mit 60 | etwa 35 bis 39 Euro im Monat |
| Ehepaar, beide 60 | etwa 70 bis 78 Euro im Monat |
| Ehepaar, beide 65 | etwa 87 bis 97 Euro im Monat |
| Ehepaar, beide 70 | etwa 111 bis 125 Euro im Monat |
| Übliche Spanne je Person laut Anbieterangaben | etwa 15 bis 50 Euro im Monat |
Richtwert aus der Angebotspraxis, Stand Oktober 2026,
angelehnt an öffentlich genannte Tarifbeispiele; Paarbeiträge sind verdoppelte Einzelwerte,
Zwischenalter sind eingeordnet.
Partnernachlässe sind nicht eingerechnet.
Ihr Beitrag hängt von Alter, Summe, Zahldauer, Wartezeit und Gesundheit ab;
das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Beide wollen, dass die Kinder nicht für die Beerdigung zahlen. Erspart sind 9.000 Euro.
| Er stirbt zuerst: Vorschuss bei 1.700 Euro Rente | 5.100 Euro |
| Dazu gemeinsames Erspartes | 9.000 Euro |
| Sie stirbt später: Erspartes nach Jahren als Witwe | oft deutlich weniger |
| Sterbegeld nur für sie, Eintritt mit 64, 7.000 Euro | etwa 42 bis 47 Euro im Monat |
Für den ersten Todesfall reicht das Geld meist. Eine Police für die Jüngere sichert den zweiten Todesfall ab. Eine zweite Police für ihn mit 72 wäre teuer und in diesem Fall kaum nötig.
Bei der Risikolebensversicherung gibt es Verträge auf zwei Leben. Bei der Sterbegeldversicherung ist das die Ausnahme: Üblich sind zwei Einzelverträge, jeder mit eigener Summe, eigenem Beitrag und eigener Wartezeit. Einige wenige Anbieter geben einen Nachlass, wenn beide abschließen.
Der Vorteil getrennter Verträge für Eheleute: Jeder Partner ist lebenslang für sich versichert. Stirbt einer, läuft der Vertrag des anderen unverändert weiter.
Stirbt ein Ehepartner, der schon Rente bezog, kann der andere bei der Post innerhalb von 30 Tagen einen Vorschuss auf die Witwen- oder Witwerrente beantragen. Er beträgt das Dreifache der Rente im Sterbemonat, die Sterbeurkunde reicht als Nachweis.
Bei 1.600 Euro Rente sind das 4.800 Euro innerhalb weniger Wochen. Dazu kommt meist ein gemeinsames Konto. Für viele Eheleute ist die erste Beerdigung deshalb kein Geldproblem. Achtung: Bei einer Ehe, die nach 2001 geschlossen wurde, muss sie in der Regel mindestens ein Jahr bestanden haben.
| Situation | Woher das Geld für die Bestattung kommt |
|---|---|
| Erster Todesfall, Partner bezog Rente | Vorschuss von drei Monatsrenten und gemeinsames Erspartes |
| Erster Todesfall, Partner noch berufstätig | Erspartes, Risikolebensversicherung, ggf. Sterbegeld |
| Zweiter Todesfall | nur noch Nachlass und Sterbegeld, sonst die Erben |
Eine Sterbegeldversicherung lohnt sich für Eheleute, wenn wenig Erspartes da ist und die Kinder später nicht für die Beerdigung des zweiten Elternteils zahlen sollen. Auch bei Vorerkrankungen kann sie die einzige Möglichkeit sein, noch Schutz zu bekommen.
Sie lohnt sich kaum, wenn Sie beide gesund sind und 15.000 Euro oder mehr frei verfügbar auf einem Konto liegen. Dann zahlen Sie über die Jahre oft mehr ein, als ausgezahlt wird.
Tragen Sie den Partner als Bezugsberechtigten ein und für den Fall, dass er schon verstorben ist, die Kinder als Ersatz. Sonst fällt das Geld in den Nachlass, und die Auszahlung kann sich verzögern.
Achten Sie auf das Alter des älteren Partners. Steigt er mit 72 ein, kostet sein Vertrag fast doppelt so viel wie der des 62 Jahre alten Partners. Oft ist es sinnvoller, nur für den Älteren eine Police zu nehmen und für den Jüngeren selbst zu sparen.
Zwei Verträge mit je 7.000 Euro, Eintritt mit 60 und Beitragszahlung bis 85, kosten zusammen etwa 70 bis 78 Euro im Monat. Bis 85 sind das rund 21.000 bis 23.300 Euro für 14.000 Euro Leistung. Wer früher stirbt, hat gewonnen, wer alt wird, zahlt drauf.
Wer dieselben 70 Euro im Monat selbst zurücklegt, hat nach gut 16 Jahren 14.000 Euro zusammen, ohne Zinsen. Bis dahin trägt das Paar das Risiko eines frühen Todes selbst.
Fragen und Antworten
Selten.
Üblich sind zwei Einzelverträge.
Einige Anbieter geben einen Nachlass, wenn beide Partner abschließen.
Für je 7.000 Euro mit 60 etwa 70 bis 78 Euro im Monat zusammen, mit 70 etwa 111 bis 125 Euro.
Wer im Vertrag als Bezugsberechtigter steht.
Ist das der Partner, bekommt er das Geld direkt und ohne Erbschein.
In den ersten drei Monaten nach dem Tod zahlt die Rentenversicherung die Witwen- oder Witwerrente
in voller Höhe der Rente des Verstorbenen.
Eigenes Einkommen wird in dieser Zeit nicht angerechnet.
Nicht zwingend.
Für den zweiten Todesfall ist die Police wichtiger als für den ersten.
Oft reicht eine höhere Summe beim Partner, der voraussichtlich länger lebt.
Er läuft unverändert weiter.
Der Beitrag ändert sich durch den Tod des Partners nicht.
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