Alles zur Versicherung: Private Krankenversicherung
Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?
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Kurz gesagt
Was ist der Standardtarif in der PKV? Ein einheitlicher Sozialtarif aller privaten Krankenversicherer mit Leistungen ähnlich der Kasse. Der Beitrag ist 2026 auf 848,62 Euro im Monat begrenzt, liegt dank Alterungsrückstellungen aber meist deutlich darunter. Zugang haben nur Versicherte, die vor 2009 bei ihrem heutigen Versicherer waren, in der Regel ab 55 oder 65 Jahren.
Höchstbeiträge und Selbstbehalte im Standardtarif.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Höchstbeitrag 2026, Einzelperson | 848,62 Euro im Monat |
| Höchstbeitrag 2026, Ehepaar mit Einkommen bis 69.750 Euro | 1.272,93 Euro im Monat |
| Höchstbeitrag mit 70 Prozent Beihilfe | 254,59 Euro im Monat |
| Selbstbehalt für Arzneimittel, Heilmittel und Hilfsmittel | 306 bis 500 Euro im Jahr, je nach Jahr und Gruppe |
Stand Oktober 2026, Werte laut PKV-Verband.
Ihr tatsächlicher Beitrag hängt von Ihren Alterungsrückstellungen ab;
den genauen Betrag nennt Ihnen Ihr Versicherer.
Rechenbeispiel
Sein Normaltarif kostet nach mehreren Erhöhungen 950 Euro. Der Versicherer rechnet die Alterungsrückstellungen im Standardtarif an.
| Normaltarif | 950 Euro im Monat |
| Standardtarif, angenommen | 480 Euro im Monat |
| Zuschuss der Rentenversicherung | bis zur Hälfte des Beitrags |
| Ersparnis | 470 Euro im Monat |
Er spart rund 5.600 Euro im Jahr, verzichtet aber auf Chefarzt und Zweibettzimmer.
Der Standardtarif ist der älteste Sozialtarif der PKV und bei allen Unternehmen gleich. Er soll langjährig Privatversicherten im Alter einen bezahlbaren Schutz auf dem Niveau der gesetzlichen Kasse sichern.
Seit Einführung des Basistarifs 2009 steht er nur noch Versicherten offen, die vor dem 1. Januar 2009 bei ihrem jetzigen Versicherer eine Vollversicherung hatten. Wer seitdem das Unternehmen gewechselt hat oder komplett in Unisex-Tarifen versichert ist, hat keinen Zugang.
| Voraussetzung | Standardtarif |
|---|---|
| Vertragsbeginn beim heutigen Versicherer | vor dem 1. Januar 2009 |
| Zeit in der PKV | mindestens 10 Jahre |
| Tarifart | zumindest teilweise Bisex-Tarif |
| Alter und Einkommen | ab 65, oder ab 55 mit Einkommen bis 69.750 Euro, oder jünger mit Rente oder Pension und Einkommen bis 69.750 Euro |
Versichert sind ambulante Behandlung samt Vorsorge, Zahnbehandlung und Zahnersatz zu 65 Prozent, allgemeine Krankenhausleistungen, Psychotherapie nach Zusage mit bis zu 25 Sitzungen im Jahr und Arzneimittel, Heilmittel und Hilfsmittel zu 80 Prozent.
Chefarzt, Einbettzimmer und Zweibettzimmer sind nicht dabei. Ärzte rechnen reduzierte Sätze ab, im Standardtarif etwa das 1,8-fache für persönliche Leistungen. Sagen Sie jeder Praxis vor der Behandlung, dass Sie im Standardtarif versichert sind.
Der Basistarif ist für alle offen, kostet 2026 aber bis 1.017,18 Euro und fast alle zahlen dort den Höchstbeitrag. Im Standardtarif liegt der Beitrag nahezu aller Versicherten deutlich unter dem Höchstbeitrag, weil ihre Alterungsrückstellungen angerechnet werden.
Wer Zugang zum Standardtarif hat, fährt damit meist besser als im Basistarif. Fragen Sie Ihren Versicherer nach beiden Beiträgen, bevor Sie wechseln.
Wer auf Chefarzt, Einbettzimmer oder hohe Zahnleistungen Wert legt und den Beitrag tragen kann, bleibt besser im Normaltarif oder prüft einen internen Tarifwechsel. Neben dem Standardtarif sind typische Zusatzversicherungen nicht erlaubt.
Fragen und Antworten
Nein.
Er steht nur Versicherten offen, die vor 2009 bei ihrem heutigen Versicherer versichert waren.
Ein bestehender Zuschlag bleibt.
Neu hinzukommen kann einer nur für Mehrleistungen gegenüber dem bisherigen Tarif.
Angestellte erhalten den Arbeitgeberzuschuss,
Rentner auf Antrag einen Zuschuss der Rentenversicherung,
jeweils höchstens die Hälfte des Beitrags.
Es kann zusätzlich abgeschlossen werden und zählt bei der Beitragsgrenze mit.
Für Mehrleistungen gegenüber dem Standardtarif kann der Versicherer eine Gesundheitsprüfung
verlangen.
Klären Sie die Bedingungen vor dem Wechsel schriftlich.
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