Alles zur Versicherung: Photovoltaik
Brauche ich eine extra Versicherung für meine PV-Anlage?
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Kurz gesagt
Zahlt die Versicherung bei Hagelschaden an der Photovoltaikanlage? Ja, wenn die Anlage versichert ist. Die Wohngebäudeversicherung deckt Hagel, die Photovoltaikanlage aber erst nach Einschluss; gute Bausteine gab es im Verbrauchertest 2025 ab rund 35 Euro im Jahr. Eine eigene Photovoltaikversicherung zahlt Hagel ebenfalls, die Herstellergarantie ist kein Ersatz.
Beiträge aus einem Verbrauchertest 2025 und Richtwerte für die Schadenprüfung.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Baustein Photovoltaik in der Wohngebäudeversicherung, Verbrauchertest April 2025 | ab rund 35 Euro Mehrbeitrag im Jahr |
| Eigene Photovoltaikversicherung, 7 kWp mit Speicher, Anlagenwert 20.000 Euro | etwa 65 bis 137 Euro im Jahr |
| Sichtprüfung nach Hagel | etwa 120 bis 250 Euro |
| Thermografie nach Hagel | etwa 150 bis 600 Euro |
| Ertragsausfall bei drei Monaten Stillstand, 10 kWp | etwa 190 Euro bei Einspeisung, etwa 925 Euro bei Eigenverbrauch |
Stand Oktober 2026.
Die Beiträge stammen aus dem Verbrauchertest vom April 2025.
Die Kosten für Sicht- und Thermografieprüfung und der Ertragsausfall (10.000 Kilowattstunden
Jahresertrag, 7,7 Cent Einspeisevergütung,
37 Cent Strompreis) sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Die Kosten für den Austausch einzelner Module samt Gerüst sind sehr unterschiedlich und hier nicht
beziffert.
Ihr Beitrag hängt von Anlagenwert und Umfang ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Die Anlage ist in der Wohngebäudeversicherung eingeschlossen. Nach dem Gewitter zeigt das Monitoring zusätzlich einen schwächeren Strang.
| Sichtbarer Schaden | 2 Module mit Glasbruch |
| Thermografie wegen des schwächeren Strangs | Richtwert 150 bis 600 Euro |
| Befund | 4 weitere Module mit Mikrorissen |
| Gemeldet an die Wohngebäudeversicherung | 6 Module, Montage, Gerüst |
Wer nur die zwei sichtbar kaputten Module meldet, bleibt auf vier geschädigten Modulen sitzen, die erst Monate später auffallen. Rechenbeispiel mit Richtwerten.
Die Musterbedingungen für Wohngebäude (VGB 2022) nennen Hagel als versicherte Gefahr (A 5.2), schließen Photovoltaikanlagen samt Modulen, Wechselrichter, Verkabelung und Speicher aber ausdrücklich aus (A 7.6.1). Ohne Einschluss zahlt die Wohngebäudeversicherung den Hagelschaden an der Photovoltaikanlage also nicht, wohl aber am Dach darunter.
Eine eigene Photovoltaikversicherung deckt Hagel in aller Regel mit, dazu oft Überspannung, Marderbiss, Diebstahl und Bedienfehler. Sie lohnt sich vor allem bei großen Anlagen, mit Speicher oder wenn Sie Ertragsausfall absichern wollen.
| Ihr Schutz | Hagelschaden an den Modulen | Ertragsausfall |
|---|---|---|
| Wohngebäude ohne Einschluss | nein | nein |
| Wohngebäude mit Einschluss | ja | nur wenn vereinbart |
| Eigene Photovoltaikversicherung | ja | meist als Baustein |
| Herstellergarantie | nein, sie gilt für Produktmängel | nein |
| Ohne jede Versicherung | nein | nein |
Gebrochenes Glas sieht jeder. Hagel kann aber auch feine Risse in den Solarzellen hinterlassen, ohne dass das Glas sichtbar beschädigt ist. Eine Auswertung des schweren Hagelsommers 2021 in der Schweiz zeigt: Solche Zellrisse bleiben oft unentdeckt und können die Leistung über längere Zeit senken.
Je später Sie solche Schäden melden, desto schwerer lässt sich beweisen, dass der Hagel sie verursacht hat. Lassen Sie die Anlage nach einem schweren Hagelschlag prüfen, auch wenn sie unbeschädigt aussieht. Eine Thermografie kostet als Richtwert etwa 150 bis 600 Euro, erkennt Zellrisse aber nur bedingt; eine Elektrolumineszenz-Messung zeigt sie zuverlässiger.
Den Versicherungsfall müssen Sie nach Paragraf 30 VVG unverzüglich anzeigen, also ohne schuldhaftes Zögern. Eine feste Frist von sieben Tagen gibt es im Gesetz nicht, aber jeder Tag Verzug macht den Nachweis schwerer.
Hilfreich sind Fotos von Hagelkörnern mit Maßstab, Wetterdaten zum Tag, die Ertragskurve aus dem Monitoring vor und nach dem Unwetter und das Prüfprotokoll. Fällt der Tagesertrag bei gleichem Wetter plötzlich ab oder bleibt ein Strang schwächer, ist das ein Warnzeichen.
Die Hagelwiderstandsklassen HW 1 bis HW 5 aus dem Hagelregister der Schweiz und Österreichs stehen für Hagelkörner von 10 bis 50 Millimetern, die ein Modul ohne Schaden übersteht. Der Pflichttest nach IEC 61215 arbeitet mit 25 Millimetern und 23 Metern je Sekunde, also mit kleineren Körnern als die Klassen HW 3 bis HW 5.
Die Musterbedingungen VGB 2022 verlangen für den Versicherungsschutz keine bestimmte Hagelklasse. In Regionen mit häufigem Starkhagel, etwa im Alpenvorland, sind Module mit HW 4 oder Glas-Glas-Module trotzdem eine sinnvolle Vorsorge, weil sie Schäden und Ertragsausfall vermeiden.
Muss die Anlage nach einem Hagelschaden drei Monate warten, fehlen bei 10 kWp rund 2.500 Kilowattstunden. Bei Einspeisung sind das nur etwa 190 Euro, wer den Strom selbst nutzt und teuer zukaufen muss, verliert eher 925 Euro.
Diesen Verlust zahlt nur ein vereinbarter Ertragsausfall-Baustein. Ob er sich für Sie lohnt, hängt davon ab, wie viel Strom Sie selbst verbrauchen.
Für eine übliche Anlage auf dem Einfamilienhaus ohne Speicher reicht gegen Hagel meist der Einschluss in die Wohngebäudeversicherung. Prüfen Sie, ob die Versicherungssumme den Wert der Anlage abdeckt und ob es eine eigene Höchstgrenze für die Photovoltaik gibt.
Eine eigene Photovoltaikversicherung brauchen Sie gegen Hagel nicht zwingend. Sie lohnt sich, wenn Sie zusätzlich Ertragsausfall, Diebstahl oder Technikschäden absichern wollen.
Fragen und Antworten
Nur wenn die Anlage eingeschlossen ist.
Die Musterbedingungen schließen Photovoltaikanlagen sonst aus.
Darauf sollten Sie nicht setzen.
Modulgarantien beziehen sich auf Produkt- und Leistungsmängel;
für einen Hagelschaden brauchen Sie eine Versicherung.
Oft gar nicht mit bloßem Auge.
Hinweise gibt der Ertrag; zuverlässig zeigt sie eine Elektrolumineszenz-Messung,
eine Thermografie nur bedingt.
Die Musterbedingungen VGB 2022 verlangen keine.
Eine hohe Hagelklasse senkt aber das Risiko von Schäden und Stillstand.
Ja.
Schäden an Dach und Gebäude zahlt die Wohngebäudeversicherung,
die Module nur mit Einschluss oder eigener Police.
Nach den Musterbedingungen VGB 2022 zählt es zum Gebäudezubehör,
der Ausschluss für Photovoltaik gilt dafür nicht.
Prüfen Sie Ihren Vertrag.
NAMMERT Versicherungsmakler
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Alles zur Versicherung: Photovoltaik
Brauche ich eine extra Versicherung für meine PV-Anlage?
Ist die PV-Anlage über die Gebäudeversicherung versichert?
Nur dann, wenn Ihr Versicherer die Anlage ausdrücklich eingeschlossen hat. Eine Aufdachanlage …
Braucht man eine Versicherung für die Photovoltaikanlage?
Pflicht ist sie nicht. Für eine normale Anlage auf dem Eigenheim reicht meist der Einschluss …
Was zahlt die Versicherung bei Ertragsausfall der PV-Anlage?
Sie ersetzt den entgangenen Stromertrag, solange die Anlage nach einem versicherten Sachschad …
Was kostet eine Photovoltaikversicherung?
Rechnen Sie mit etwa 3 bis 9 Euro Beitrag je 1.000 Euro Anlagenwert im Jahr. Für eine 10-kWp- …
Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
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