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Abgelegter Kite am Sandstrand mit gespannten Leinen, im Hintergrund ein kleines weißes Motorboot im flachen Wasser bei Wind

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Kite-Leine trifft ein Boot oder einen Menschen: wer haftet beim Kitesurfen?

Kurze Antwort

Trifft beim Kitesurfen die Leine oder der Kite ein Boot oder einen Menschen, haftet in aller Regel der Kiter für den Schaden, den er verschuldet hat. Ob seine Privathaftpflicht das Kitesurfen einschließt, steht in den Bedingungen.

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Beim Kitesurfen hängt viel an den Leinen. Sie sind oft über zwanzig Meter lang, dünn und unter Zug, und wenn der Kite beim Start, bei einer Böe oder nach einem Sturz unkontrolliert fliegt, kann eine Leine ein Boot treffen, sich in einem Mast verfangen oder einen Menschen verletzen. Schnittwunden durch Kite-Leinen sind schwer. Rechtlich gilt der Grundsatz, der überall gilt: Wer einen anderen schuldhaft schädigt, muss den Schaden ersetzen, und dazu gehören Reparatur, Behandlungskosten und bei Verletzungen auch Schmerzensgeld.

Für den Kiter ist deshalb die Haftpflicht die wichtigste Versicherung. Viele private Haftpflichtverträge schließen das Kitesurfen ein, manche nennen es ausdrücklich, andere schließen Kites oder Drachen aus oder setzen Grenzen. Lesen Sie den Abschnitt über Sport und über Luft- und Wasserfahrzeuge in Ihren Bedingungen, bevor Sie aufs Wasser gehen. Wer ohne passenden Schutz einen Menschen schwer verletzt, haftet mit dem eigenen Vermögen. Für eigene Verletzungen beim Kiten ist eine Unfallversicherung zuständig, nicht die Haftpflicht.

Wird Ihr Boot von einem Kite getroffen, halten Sie den Kiter an und lassen sich Name, Anschrift und seine Haftpflichtversicherung geben. Notieren Sie Zeugen, fotografieren Sie Schaden und Ort und melden Sie bei Verletzten sofort den Rettungsdienst. Den Schaden machen Sie bei der Haftpflicht des Kiters geltend. Vorbeugen hilft auf beiden Seiten: Kiter starten und landen nur in freien Zonen und halten Abstand zu Badenden, Booten und Stegen; viele Strände haben eigene Kite-Zonen. Bootsführer fahren in Kite-Revieren langsam und halten Abstand, auch zur Leine, die man schlecht sieht.

Zum Merken

Haftpflicht

Schaden bei anderen, Boot und Mensch

Unfallversicherung

eigene Verletzung beim Kiten

Vor dem ersten Start klären, ob die Haftpflicht das Kitesurfen einschließt.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Wer haftet, wenn meine Kite-Leine ein Boot beschädigt?

In aller Regel Sie als Kiter, wenn Sie den Schaden verschuldet haben. Ob Ihre Privathaftpflicht ihn übernimmt, hängt davon ab, ob sie das Kitesurfen einschließt.

Ist Kitesurfen in der Privathaftpflicht mitversichert?

In vielen Verträgen ja, in manchen nicht, weil Kites oder Drachen ausgeschlossen sind. Prüfen Sie den Abschnitt über Sport sowie Luft- und Wasserfahrzeuge in Ihren Bedingungen.

Was tue ich, wenn ein Kite mein Boot getroffen hat?

Den Kiter ansprechen, Name, Anschrift und Haftpflichtversicherung notieren, Zeugen und Fotos sichern und den Schaden bei seiner Haftpflicht melden.

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