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Welchen Meilennachweis verlangt die Charterbasis?
Kurze Antwort
Der Schein sagt, was Sie gelernt haben, die Meilen sagen, was Sie können. Viele Basen fragen deshalb nach einem Segellebenslauf mit Revieren, Bootsgrößen und Törns. Ein sauber geführtes Logbuch ist dafür der beste Nachweis, den Sie mitbringen können.
Ein Befähigungsnachweis ist eine Prüfung, die irgendwann einmal bestanden wurde. Was er nicht zeigt, ist, ob Sie seither gefahren sind, wie groß die Boote waren und in welchen Revieren Sie unterwegs waren. Genau danach fragen Charterbasen, vor allem bei größeren Yachten, bei Katamaranen und in anspruchsvollen Revieren. Üblich ist ein kurzer Segellebenslauf: Jahre, Reviere, Bootsgrößen, Rolle an Bord und ungefähre Meilenzahl, dazu die Angabe, wann Sie zuletzt selbst geführt haben.
Als Nachweis gilt in der Praxis das, was nachvollziehbar ist. Ein geführtes Logbuch mit Datum, Strecke, Bootstyp und Crew ist am stärksten, weil es zeitnah entstanden ist. Daneben zählen Bestätigungen von Ausbildungsbetrieben oder Vercharterern, Meilenbestätigungen von Törns, bei denen Sie Wache gegangen sind, und frühere Charterverträge auf Ihren Namen. Eine reine Aufzählung aus dem Gedächtnis ist schwächer, aber besser als nichts, wenn Sie ehrlich dabei bleiben. Wer beim Check-in zeigt, dass er sein eigenes Fahrtenbuch führt, macht auf eine Basis mehr Eindruck als jede runde Zahl.
Schönen Sie die Erfahrung nicht. Die Basis entscheidet anhand Ihrer Angaben, ob sie Ihnen ein Boot dieser Größe anvertraut, und beim Check-in fällt schnell auf, wenn Handgriffe fehlen. Im Schadenfall kann eine falsche Angabe zur Erfahrung zusätzlich zum Problem werden, weil sie den Vertrag betrifft, auf dem alles aufbaut. Wenn Ihnen Meilen fehlen, ist der ehrliche Weg meist der bessere: ein kleineres Boot, ein Skippertörn zum Aufbau oder ein Mitsegler, der die Erfahrung hat und im Vertrag genannt wird.
Zum Merken
Schein
Zeigt eine bestandene Prüfung, aber nicht die Übung
Meilen
Zeigen Reviere, Bootsgrößen und wann Sie zuletzt geführt haben
Führen Sie ein Logbuch, auch wenn niemand es verlangt. Es ist der Nachweis, den Sie später brauchen.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wie viele Seemeilen verlangt eine Charterbasis?
Eine feste Zahl gibt es nicht, das hängt von Boot und Revier ab. Wichtiger als die Summe ist, ob Sie kürzlich und in ähnlichen Bedingungen gefahren sind. Fragen Sie die Basis vor der Buchung, was sie für dieses Boot erwartet.
Zählen Meilen als Crew oder nur als Skipper?
Beides zählt, aber unterschiedlich schwer. Meilen als wachgehende Crew zeigen Seemeilenerfahrung, Meilen als Schiffsführer zeigen Verantwortung. Führen Sie im Lebenslauf getrennt auf, in welcher Rolle Sie unterwegs waren.
Was tue ich, wenn ich kein Logbuch geführt habe?
Fangen Sie jetzt eines an und rekonstruieren Sie die zurückliegenden Törns so genau, wie Sie es ehrlich können. Bestätigungen von Vercharterern oder Ausbildungsbetrieben helfen zusätzlich. Erfinden Sie keine Meilen, das fällt spätestens am Steg auf.
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